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Mein persönlicher Traum für einen geschützten Raum Natur

Als Kinder sind wir in Brandenburg oft stundenlang auf den riesigen verlassenen Geländen, den ehemaligen Besatzungszonen, herumgewandert. Die Natur hatte sich diese Flächen schnell zurück geholt und es war ein Paradies mit den verschiedensten wilden Tieren, jungen Bäumen und Beerensträuchern. Wenn wir nicht aufpassten, sind Fasane erschrocken vor einem in die Luft gestiegen oder Rehe direkt neben uns auf dem Dickicht gesprungen. Alte Baureste dienten uns als Schutz, um uns vor einer Horde Wildschweine zu retten. Ich habe dort so schöne Vögel beobachten können, von denen ich bis jetzt nicht weiß, wie sie heißen. In meinem Herzen war es eine perfekte Oase, doch leider existiert dieses Kindheitsidyll existiert nicht mehr. Es ist daraus eine Bundesgartenschau entstanden, was mich sehr sehr traurig mache, da es für mich das Gegenteil zur wilden Natur war. Träume entstehen oft durch eine Vielzahl von Ereignissen und verschiedenen Inspirationen. Und diese frühe Kindheitserinnerung was sicher eine wichtige davon. Eine weitere war die Vision von Douglas Tompkins.

Vor ein paar Jahren habe ich ein Video über Douglas Tompkins, dem Gründer von The Northface, und die Laguna Blanca in Argentinien gestoßen. Ich informierte mich mehr über dieses Projekt und die wunderschöne Art der Landwirtschaft, die er dort betrieb, und war begeistert. Nach und nach stieß ich auch auf seine anderen Projekte und spürte, dass dort auch eine Sehnsucht für mich lag.


Ende der 80er entwickelt er ein ökologisches Bewusstsein und wurde immer kritischer mit der damals vorherrschenden Textilindustrie. Zusammen mit seiner Frau Kristine McDivitt Tompkins, ehemalige CEO der Marke Patagonia, kauften sie mehr als 2 Millionen Acres (810.000ha) Wildnis in Argentinien und Chile und stellten die Natur dort unter Schutz. Sie hatten damit einen riesigen Einfluss auf die Rettung der bedrohten Natur Patagoniens! Mittlerweile gehen mehr als sechs Nationalparks auf die Tompkins Conservation zurück. 15 Parks ingesamt sind derzeit in Planung. Die geschützten Landfläche beträgt mehr als 14 Millionen Acres, dazu kommen 30 Millionen Acres geschützter Meeresraum.

Dieser Weg von Douglas und Kristine Tompkins war eine riesige Inspiration für mich! Ich fragte mich, wie ich ebenfalls den Pausenknopf für ein Gebiet in meiner Umgebung drücken könnte. Doch ein Hindernis hatte ich: Douglas und Kris Tompkins hatten mehr als genug Geld, um anzufangen, und ich nicht.

Ich möchte aus fantastischen Produkten ein Naturreservat erschaffen, einen geschützter Raum Natur, in welcher man das Gefühl hat, wieder durch Wildnis zu laufen.

Im Frühjahr 2020 besuchte ich ein Seminar über nachhaltige Forstwirtschaft bei Peter Wohlleben, dem Förster, Autor und Umweltschützer. Neben vielen anderen spannenden Themen, sprachen wir auch über alternative Nutzungsformen von Wald. Forstwirtschaft bedeutet nicht gleich Holzwirtschaft. Der Wunsch den eigenen Wald anders zu bewirtschaften, also finanziell gewinnbringend aber ohne auch nur ein Stück Holz zu ernten, stand von Anfang an fest. Zunächst war der Plan, dass sich der Wald durch den Verkauf von „Wald-Produkten“ trägt. Doch da mir die Mittel für den Kauf eines Waldstücken fehlten, kam ich darauf, den ganzen Prozess umzukehren. Nicht den Wald gibt es zuerst, sondern die Finanzierung dessen fundiert auf den Einnahmen von „Wald-Produkten“.

Durch meine Freude am Weben und meiner Arbeit als freiberufliche Illustratorin hatte ich bereits die nötigen Fähigkeiten, um aus meiner Kunst Geld zu machen. Ich dachte mir, vielleicht gelingt es mir, aus dem Verkauf von (Kunst)Drucken, Teppichen und anderen wundervollen Produkten, eine Summe zu erwirtschaften, die es mir ermöglicht zunächst erstmal ein Naturreservat zu gründen. Tja, und aus diesem Wunsch und der Idee der Finanzierung ist dieses Projekt Collaboration with Earth entstanden und ich freue mich sehr, wenn du Teil dieser Reise wirst!

Das Naturreservat wird ein Ort sein, in der sich die Natur ohne menschliche Eingriffe frei entfalten kann. Ein Raum geschützter Natur, wo in sie ihren natürlichen Rhythmen und Prozessen leben kann. Dabei geht es nicht um den Erhalt bestimmter (Kultur-)Landschaften, sondern um die Möglichkeit der Veränderung hin zu einem natürlichen Lebensraum, wie er einmal gedacht war. Ich habe die Vision, dass es der Natur mehr dient, wenn wir uns an dem orientieren, was sie auf natürliche Weise tut, um sich selbst zu helfen. Sie gibt Vorschläge, von denen wir uns leiten lassen dürfen um an dem gemeinsamen Ziel – ein gesunder Wald! – zu arbeiten.

 

Falls du mehr über die Tompkins Conservation erfahren möchte, findest du hier ein kurzes Video dazu.

If the question is survival, survival of life’s diversity and human dignity and healthy human communities, then the answer must include rewilding the Earth. As much and as quickly as possible.

Kristine McDivitt Tompkins

Einen sehr empfehlenswerten Ted-Talk von Kristine McDivitt Tompkins von 2020 findest du hier.

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